5 Tipps für einen erfolgreichen Auftritt beim Chorkonzert

Bei Veranstaltungen öffentlicher Art, zum Beispiel einem Chorkonzert, kann man zwischen drei Besuchertypen unterscheiden: dem Solidarbesucher, dem Stammkunden und dem zufälligen Teilnehmer.

Der Solidarbesucher hat eigentlich keine Lust, aber weil Schwager Werner heute mitsingt „Kommt er mal und guckt“.

Der Stammkunde ist leicht zu definieren, der ist eigentlich immer da. Wieso singt der dann eigentlich nicht mit?

Der zufällige Teilnehmer hingegen weiß meist am Morgen noch nichts von seinem Glück, abends ein Chorkonzert besuchen zu dürfen.

Ist der Auftritt des Chores nicht der Hauptteil der Veranstaltung, gibt es auch noch den Ausnahmebesucher. Dies können Touristen sein, oder einfach an anderen Programmpunkten der Veranstaltung interessierte Menschen.
Alle drei (oder vier ) Publikumstypen gilt es nun beim Auftritt zu fesseln und in den Bann des Chores zu ziehen. Hier sind fünf Tipps für einen gelungenen Chorauftritt.

Auftritt und Abgang

Der Auftritt des Chores beginnt nicht beim Ersten gesungenen Ton, sondern bereits beim Betreten der Bühne. Wuselt der Chor wie ein Hühnerhaufen durcheinander oder marschieren alle (Gleichschritt muss ja nicht unbedingt sein) geordnet an Ihren Platz? Ein geordneter Abgang zum Beenden des Auftritts macht ebenfalls einen guten Eindruck.

Das Auge des Besuchers hört also auch mit und ergötzt sich auch an einheitlicher Chorkleidung. Dabei spielt es nur eine kleine Rolle ob diese aus T-Shirt, Polo-Hemd oder komplettem Anzug besteht.

Verzweifelt nicht am Originalkünstler

Singt man einen großen Hit der seit Jahren im Radio der Dauerrotation ausgesetzt ist, ist die Erwartungshaltung des Publikums eine andere als bei Liedern, die nicht jeder gleich kennt.
Versuchen Sie gar nicht erst möglichst nah an das Original heranzukommen. Eine eigene (oder eigenwillige) Interpretation kommt beim Publikum besser an als eine schlechte Kopie.

Den Originalkünstler nicht imitieren, sondern neu interpretieren

Passt das Lied zum Chor und zur Veranstaltung?

Der Punkt ist nicht ganz einfach. Natürlich sollen Chöre auch traditionelle Chorlieder singen. Aber wenn der Jugendchor „Hoch auf dem gelben Wagen“ anstimmt, könnte man doch ins Grübeln kommen. Andererseits kann genau das ein Punkt sein, an dem das Publikum aufgerüttelt wird.
Bei der Liedauswahl sollte also die Kombination zwischen Art der Veranstaltung und dem Image oder Repertoire des Chores beachtet werden.

Choreografie? Ist das was zu essen?

Natürlich weiß der Leser dieses Beitrags, was eine Choreografie ist. Kann man dem ein oder anderen Titel mit einer Choreografie während des Refrains ein wenig mehr Dynamik mit auf den Weg geben?
Unser Tipp: Probieren Sie es doch einfach mal aus.

Besonders bei fröhlichen und schwungvollen Liedern überträgt sich die Freude schnell auf das Publikum. Gern gesehen sind auch lustige Einlagen. Wenn beispielsweise die Männer des gemischten Chors in ein Stück Schokolade beißen, während die Frauen „Ich will keine Schokolade“ singen…

Choreografie bringt Bewegung ins Konzert

Moderation zwischen den Liedern

Mal mehr, mal weniger beliebt ist eine Moderation zwischen den einzelnen Liedern. Vielleicht gibt es ein redegewandtes Mitglied im Chor, das auch ohne große Vorbereitung frei sprechen kann.
Bei einer Moderation gilt: kein langes Geschwafel, in der Kürze liegt die Würze. Auch lustige Anmoderationen werden vom Publikum gerne genommen.