Zum Warm werden: Tipps für Einsingübungen

So wie Sportler Ihre Muskeln vor dem Training oder Wettkampf aufwärmen ehe es Ernst wird, sollten auch die Sängerinnen und Sänger eines Chores vor dem ersten Einsatz mit lockeren Einsingübungen beginnen.
Zwar kommt es in den seltensten Fällen zu schweren Verletzungen, wenn man die Einsingübungen vernachlässigt, schaden tun diese allerdings keinesfalls.
Aus diesem Anlass präsentieren wir ein paar kleine Tipps, wie das Einsingen vor der Chorprobe gestaltet werden kann.

Immer locker bleiben

Wichtig ist eine unverkrampfte Haltung.
Wie es viele noch aus dem Schulsport kennen einfach zu Beginn mal ordentlich Arme und Beine durchschwingen und aussschütteln. Bei großzügigen Bewegungen sollte natürlich auf den Nebenmann geachtet werden, bei einem Treffer Ihrerseits steigt die Spannung schneller als sie abgebaut werden konnte.

Auch die Gesichts- und Halsmuskeln kann man entspannen. Schütteln ist hier nicht so gefragt, darum ist es hilfreich, mit starker Artikulation einfach die fünf Vokale nacheinander zu sprechen oder auf einem Ton zu singen: A E I O U. Für weitere Entspannung sorgt ausgiebiges Grimassen schneiden und die Mundhöhle mit der Zunge abzutasten.

Sehr beliebt: Zungenbrecher

Wer grundsätzlich an Zungenbrechern scheitert, sollte diese mal singen. Denn beim Singen sind diese viel flüssiger herauszubringen als beim Sprechen und eignen sich so auch hervorragend als Einsingübung.
Melodie und Tonhöhe sollten passend gewählt werden. Verschiedene Zungenbrecher fördern verschiedene Muskeln, der Klassiker „Fischers Fritze“ und „Blaukraut bleibt Blaukraut“ sprechen da für sich.

Weniger kompliziert als Zungenbrecher sind einzelne Wörter mit vielen Vokalen, wie z.B. Tomatensalat. Dabei immer auf die etwas übertriebene Artikulation achten.

Einsingübungen sind praktisch

Tonleiter rauf und runter

Um die Stimme auf die Probe „einzustimmen“, empfiehlt es sich, die Tonleiter rauf und runter zu singen. Das geht einsilbig mit „na-na“ oder „mi-mi“, gern aber auch etwas komplizierter mit „te-la“ oder „ob-we“. Dies in verschiedenen Geschwindigkeiten durchführen und schon dürfte der Chor bereit sein für eine motivierte Übungsstunde.

Zum Abschluss der Einsingübungen kann dann noch ein kurzes, knackiges Lied mit einer bekannten Melodie gesungen werden. Stimmt der Chor zu einem festlichen Anlass gerne ein bestimmtes Lied an, ist dieses an der Stelle bestens geeignet.